John F. Kutil
Inszenierung

arbeitet seit 1990 als freier Schauspieler, Regisseur und Improtrainer (u.a. Salzburger Landestheater, Landestheater Linz, Vereinigte Bühnen Graz, Theater der Jugend Wien, das TAG, Theater Phönix). In Helfenberg war er 2008 in „Der Drache von Helfenberg“, „Wie es euch gefällt“, „Noch ist Polen nicht verloren“ und zuletzt als Dennis in „Ganz unter uns“ zu sehen. 2009 wurde er mit dem oö Landeskulturpreis für Bühnenkunst ausgezeichnet, unter anderem für seine hervorragenden Leistungen als Regisseur im Kinder- und Jugendtheater. 2010 inszenierte er in Helfenberg die Operette „Der Mikado“, 2011 „Der Talisman“ und ist seitdem mit Henry Mason und Brigitta Waschnig im künstlerischen Leitungsteam des Theaters in der Kulturfabrik. Seit der Saison 2011/12 ist John F. Kutil Künstlerischer Leiter des u\hof: Theater für junges Publikum am Landestheater Linz.

William Mason
Musikalische Leitung

ist Bassist, Schauspieler, Sprecher, Dirigent und Gesangspädagoge. Er wurde 1947 in London geboren. 27 Jahre lang war er Ensemblemitglied am Landestheater Linz (Oper, Musical und Schauspiel) und 1992 bis 2013 Professor für Gesang an der Anton Bruckner Privatuniversität. Er ist Gründer und Leiter des Vereins Opera da Camera, der sich seit 1996 hauptsächlich der szenischen und konzertanten Aufführung von weniger bekannten Meisterwerken der barocken Opernliteratur widmet. Seit 2010 ist er musikalischer Leiter der Leonfeldner Kantorei. In Helfenberg dirigierte er 2007 „Venus und Adonis“, 2008  „Der Drache von Helfenberg“ und 2010 „Der Mikado“, er war außerdem als Darsteller zu erleben, u.a. als Mikado persönlich sowie in Shakespeares „Wintermärchen“, für das er als Teil des Leitungsteams den oö Landeskulturpreis 2012 für Bühnenkunst erhielt.

Reinhard Taurer
Bühne

wurde 1963 geboren. Er ist gelernter Molker und Käser sowie Sozialarbeiter und Goldschmied. Seit 1992 arbeitet er als freischaffender Künstler (u. a. Ausstellungen/Installationen in Tropfsteinhöhle Griffen, Galerie Judith Walker, Bierjokl/Pri Joklnu, Schloss Damtschach, Galerija Equrna (Ljubljana), Haus der Architektur Klagenfurt, Heunburg/Haimburg). Als Bühnenbildner bzw. Ausstatter war er u.a. tätig bei Tanztheater – Plesni Theater IKARUS, Theater des Augenblicks Wien, Landestheater Linz, Studiobühne Villach, Neue Oper Wien und Musikwerkstatt Wien. In Helfenberg gestaltete er zuletzt die Bühne für „Noch ist Polen nicht verloren“.

Natascha Wöss
Kostüme

ist freischaffende Künstlerin, Butoh-Tänzerin, Kostümbildnerin und Modedesignerin und wurde in Linz geboren. Sie besuchte das Mode-Kolleg in Wien und studierte an der Kunstuniversität Linz in der Meisterklasse Textil (Diplom mit Auszeichnung). In Folge erhielt sie ein Arbeitsstipendium des bm f WV und war anschließend Ausstattungsassistentin am Linzer Landestheater. 2011 gründete sie das Modelabel „Kirschblüte“. Kostümbildnerin für diverse Theaterproduktionen, u. a. am Theater Phönix (Linz), Theater Im Hof (Enns), Vorarlberger Landestheater, Tiroler Landestheater, Manus Deaf Theater (Linz), Theaterachse (Linz), Kosmostheater (Wien), Posthof Linz, Burgfestspiele Reichenau, Kulturfabrik Helfenberg (Zusammenarbeit mit John F. Kutil 2010 „Der Mikado“, 2011 bei „Der Talisman“ und 2013 mit Brigitta Waschnig bei „Noch ist Polen nicht verloren“). Eigene Produktionen/Solo-Performances und Engagements als Butoh-Tänzerin u. a. in Linz, Graz, Wien und Berlin.

Nina Weiß
Choreografie

erhielt ihre künstlerische Ausbildung im Tanz-Studio Nora Mackh in Klagenfurt und an den Performing Arts Studios Vienna. Seitdem war sie an den verschiedensten Häusern im deutschsprachigen Raum zu sehen. z.B. in “West Side Story” (Anybodys), “Saturday Night Fever”, “Grease” (Marty), “Hair” (Sheila) und “Miami Nights” (Sarah). Beim Musical Sommer Amstetten in “Fame”, “Moby Dick!”, “The Wild Party” und “Xanadu”. In Wien in “Joseph and His Amazing Technicolor Dreamcoat”, “Hair”, “The Producers”, “Tanz der Vampire”, “Singin’ in the Rain” (Kathy Seldon) und “Tick,Tick,...Boom!” sowie an der Oper Graz in “Fame” (Serena). An der Bühne Baden spielte sie neben „Les Misérables“ und „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“, die Charity in „Sweet Charity“. Diese Saison ist sie am Linzer Landestheater in „Les Misérables“ und The Who’s „Tommy“ zu sehen.

Jan Derschmidt
Lichtdesign

geb 1976 in Wien, Autodidakt und Selbständiger Licht und Veranstaltungstechniker seit nunmehr über 9 Jahre unter andern für:
EntArte Opera - Brucknerfestival Linz, Wagnerfestival im Stadttheater Wels, Landes & Musiktheater Linz, Brucknerhaus Linz, Posthof Linz, Crossing Europe Festival, Linzfest, Ars Electronica Festival, SCHÄXPIR-Festivals, Globe Theater Vienna… uvm

Verleihung des Kulturpreises der Stadt Rohrbach an Theaterverein „Persephone“ am 9.4.2015

v.l.n.r.: Bgm. Lindorfer, Str. Günthör,
Obfr. Revertera, Dir. Kapfer

Gabriele Revertera, Elisabeth Wolkerstorfer
Produktionsleitung

 

Kulturpreis der Stadt Rohrbach

Am 9. April 2015 wurde im Festsaal der Raiffeisenbank Rohrbach dem Verein "Persephone" - Theater in der Kulturfabrik Helfenberg der Kulturpreis der Stadt Rohrbach und der Raiffeisenbank (Region Rohrbach) verliehen. Die Zuerkennung des Kulturpreises erfolgte in Würdigung der hervorragenden Arbeit auf dem Gebiet der qualitativ hochwertigen Theaterkultur.

Franz Schwabeneder, der ehemalige Kulturchef der OÖ Nachrichten, würdigte in seiner Laudatio die Leistungen des Kulturpreisträgers und bemerkte unter anderem:

„Was seit gut und gerne acht Jahren in der Theaterfabrik Helfenberg leuchtet und blüht, [ist] die Verschmelzung von Regionalität und Weltläufigkeit.

[Das scheint mir] die wunderbare Geisteshaltung der Helfenberger Theaterleute zu sein: Zum einen im Schauspiel wie im musikalischen Bereich mit Raritäten aufzuwarten, die im gängigen Theaterbetrieb kaum oder nie zu finden sind. [...] Zum anderen wird die Weltdramatik von Shakespeare bis Nestroy angeboten, und überdies hat das Unterhaltsame und Komödiantische auf hohem szenischen und interpretatorischen Niveau Heimstatt gefunden. [...]

Ein tolles, die Menschen aller Altersstufen neugierig und erfolgreich ansprechend machendes Programm ist die eine Sache, die angebotenen Theaterabenteuer aber auch mit einem hohen Maß an szenischer und darstellerischer Qualität umzusetzen, die andere. Und das gelingt den Helfenberger Theatermenschen in wirklich beglückender Weise. [...] Die Regie-, Sanges- und Schauspielzunft, die Bühnen- und Kostümbildner, die Musiker vor und auf den Brettern – sie alle haben jene Kompetenz und Professionalität, die ein hochkarätiges Theaterunternehmen auszeichnet. Zugleich aber – und das ist Theaterverständnis jenseits jeder Hochmütigkeit und jedes Elitedenkens – werden auch immer wieder die Laien verführt, in den Produktionen mitzuwirken. Die Menschen der Region werden für die Spielkunst vereinnahmt und sind somit Teilhabe eines großen künstlerischen Unternehmens.

Der über Jahrzehnte prägende Theatermensch Claus Peymann hat vor vielen Jahren in seiner Funktion als Intendant des Stadttheaters Bochum den großartigen Satz gesagt: „Wir machen Theater für den Kumpel ums Eck.“ Und genau diese Geisteshaltung scheint mir in dem Projekt „Theater in der Kulturfabrik“ in glücklicher Weise verwirklicht zu sein. Hier ist man in der Region verwurzelt, hier wird für den Schichtarbeiter gleichermaßen gespielt wie für die gräflichen Herrschaften, hier kommen die Pensionisten aus Reichenau und die BWL-Studenten aus Haslach, die Frau Bankbeamtin aus Rohrbach und die Wirtsleute aus Helfenberg, und Kinder und Senioren sind mitunter nicht nur Zusehende sondern auch Mitwirkende.  Es ist ihr Theater, und sie haben Anspruch auf hohe Qualität, auf Unverwechselbarkeit, auf Sinnlichkeit, auf geistige Herausforderung und – und das wollen wir doch hoffen – auch auf pures Vergnügen. Und das ist der Grund, warum das überregionale Interesse so überaus erfreulich ist, warum man sich flink und flott um Karten umschauen muss, warum das Theater in der Kulturfabrik Begeisterung und Zuneigung erfährt. Die Resonanz ist grenzüberschreitend. Und Provinz ist hier kein Geisteszustand, sondern regionales Selbstbewusstsein, gepaart mit bedingungslosem künstlerischem Anspruch."